Wir gedenken der Opfer von Stade

Unser Präsident Guido Wiesner findet Worte zu der Gewalttat in Stade in der vergangenen Woche:

"Der Vorfall in Stade, bei dem sechs Menschen ihr Leben verloren haben, erschüttert uns zutiefst. Wir trauern um die Verstorbenen, wir denken an die Hinterbliebenen, und wir fühlen mit allen, die durch dieses Ereignis verunsichert, verletzt oder in Angst sind.

Als Humanistinnen und Humanisten erinnern wir uns in solchen Momenten daran, dass jedes Leben einzigartig und unersetzlich ist. Wir glauben daran, dass Menschenwürde nicht verhandelbar ist – auch und gerade dann, wenn die Welt aus den Fugen geraten scheint.

Wir verzichten bewusst auf schnelle Erklärungen oder vorschnelle Deutungen. Stattdessen stellen wir das in den Mittelpunkt, was jetzt zählt: Mitgefühl, Besonnenheit und die Bereitschaft, einander Halt zu geben.

Wir danken allen Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen geholfen haben. Und wir rufen dazu auf, den Angehörigen und Betroffenen mit Respekt, Rücksicht und menschlicher Wärme zu begegnen. Trauer braucht Raum. Verarbeitung braucht Zeit. Gemeinschaft braucht Zuwendung.

Als Verband stehen wir dafür ein, dass wir aus solchen Ereignissen nicht Angst wachsen lassen, sondern Verantwortung: Verantwortung füreinander, Verantwortung für ein friedliches Miteinander, Verantwortung dafür, dass wir uns nicht voneinander entfernen, sondern einander zuwenden.

Wir werden ihrer in würdevoller und zugewandter Weise gedenken und ihre Erinnerung achtsam bewahren."

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