Weltliches Totengedenken in Osnabrück
Ein Totengedenken am Totensonntag im November ist vertraut. Unsere Feiersprecher:innen Anne Hilligsberg, Heide und Lester Lewandowsky begehen jedoch auch jeden ersten Mittwoch im Monat eine Trauerfeier für Verstorbene ohne Angehörige auf dem Heger Friedhof in Osnabrück.
„Diese Zeremonie wurde 2013 ins Leben gerufen. Da die kirchlichen Vertreter den nicht-religiösen Menschen keinen Glauben überstülpen wollten, haben sie den humanistischen Verband angesprochen“, erklärt Heide Lewandowsky (im Bild Mitte). „Wir halten die Feierstunden immer zusammen ab, stehen Seite an Seite bei den Urnen und würdigen die Verstorbenen – die kirchlichen Vertreter mit Gebeten und wir mit weltlicher Begleitung bei den Abschieden.“ Anne Hiligsberg ergänzt: „Diese Kooperation ist deutschlandweit einmalig und gilt als Vorbild, da sie die weltanschauliche Vielfalt der Gesellschaft widerspiegelt und sicherstellt, dass niemand ohne ein tröstendes Abschiedswort gehen muss.“
Im November findet zudem ein weltliches Totengedenken unseres Verbands am Totensonntag (22.11.) um 11 Uhr in der Halle des Heger Friedhofs statt. „Das haben wir schon zu Zeiten des Ortsverbands Osnabrück gemacht. Dabei schreiben wir alle Angehörigen an, die im vergangenen Jahr jemanden verloren haben, damit sie sich noch einmal verabschieden können“, so die Feiersprecherinnen.
